Stromausfall Gefahr wächst in Deutschland!

Einen Stromausfall hat mit Sicherheit schon jeder einmal erlebt und die Gefahr für weitere Stromausfälle wächst. Darüber wurden Zeitungsleser schon im November in einer Pressemeldung informiert. Der Netzbetreiber Tennet warnte damals vor Stromengpässen in Deutschland. Schuld an dem steigenden Risiko sei der schleppende Netzausbau. Zudem seien in Süddeutschland zwei Gaskraftwerke nicht mehr im regelmäßigen Einsatz. Und schon eine längere Kälteperiode könne zu Schwierigkeiten führen. Auch starker Wind in Norddeutschland könne zu einer Überlastung der Leitungen im Süden führen. Denn bei diesem Wetter müssten die Kapazitäten aller Kraftwerke mobilisiert werden, um den Bedarf an Strom decken zu können. Aber nicht allein die Netz- und Kraftwerkskapazitäten spielen eine Rolle bei der Stromversorgung. Auch lokale Ursachen führen dazu, dass der Strom ausfällt, manchmal nur in einem Gebäude, in einer Straße oder in einem Stadtteil.

Auf dieser Seite werden die wichtigsten Ursachen für einen Stromausfall geschildert und Maßnahmen und Verhalten beschrieben. Was ist zu tun, wenn der Strom ausfällt.

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Die Ursachen

Oft wird ein Stromausfall innerhalb eines Gebäudes nur durch ein einziges Gerät ausgelöst. Typisch für solche Stromausfälle sind beispielsweise alte Küchengeräte. Wenn kurz nach dessen Anschluss plötzlich der Strom ausfällt, dann kann von einem Defekt des Gerätes oder seiner Stromzuleitung ausgegangen werden. Wenn aber der Strom gleich in mehreren Räumen ausfällt, dann wurde meist eine Sicherung oder ein Fehlerstromschutzhalter ausgelöst. Wenn das ganze Haus vom Ausfall betroffen ist, dann kann auch die Hauptsicherung betroffen sein oder die Zuleitung ist insgesamt beschädigt.

Wenn größere Gebäude oder Anlagen insgesamt von einem Stromausfall betroffen sind, kann auf einen Ausfall der Stromzuleitung geschlossen werden. Ob dies lokale Ursachen hat oder überregionale kann erst durch einen Anruf beim Stromversorger festgestellt werden. Wenn einzelne Straßenzüge oder Siedlungen betroffen sind, liegt der Defekt im Allgemeinen im Niederspannungsnetz. Aber auch defekte Freileitungen oder eine Transformatorenstation können einen Stromausfall verursachen.

Unterbrechungen im Mittelspannungsnetz können zu einem Stromausfall in ganzen Ortschaften oder Regionen führen. Besonders Bauarbeiten führen zu solchen Ausfällen. Außerdem sind direkte Blitzeinschläge in Mittelspannungsleitungen, die aus Kostengründen oft frei geführt werden, zu solchen Ausfällen führen. Ein seltener Grund kann ein sogenannter Lastabwurf sein, damit das Netz stabil bleibt. Dieser gehört zu den seltenen Maßnahmen, die ein Netzbetreiber zur Stabilisierung ergreifen kann.

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Das Verhalten bei Stromausfall

Wie oben beschrieben gibt es drei Bereiche der Stromversorgung, in denen Stromausfälle lokalisiert werden können:

  • Örtlich
  • Lokal
  • Regional

Daher ist es zunächst wichtig, mögliche Ursachen einzugrenzen bzw. auszuschließen. Wenn ein Stromausfall in unmittelbaren Zusammenhang zum Betrieb eines Geräts stattfindet, sollte das Gerät zunächst einfach vom Stromnetz getrennt werden. Dann können die Sicherungen überprüft werden. Meist lassen sich Fehlerschutzschalter nach einer kurzen Wartezeit wieder zurückstellen, sodass der Stromkreis wieder geschlossen ist. Vom weiteren Betrieb des auslösenden Geräts sollte danach abgesehen werden. Es sollte entweder von einem Elektriker überprüft oder entsorgt werden.

Ist das ganze Haus vom Stromausfall betroffen, kommt als nächste mögliche Ursache der Hauptschalter infrage. Dieser kann aber nur bei Eigenheimen selbst wieder umgelegt werden. Bei Mietwohnungen sollte der Mieter zunächst feststellen, ob auch die Nachbarn vom Stromausfall betroffen sind. Wenn ja, sollte über ein Handy der Hausmeister oder Gebäudemanager informiert werden. Natürlich sollte auch überprüft werden, ob laufende Prozesse durch den Stromausfall unterbrochen worden sind, z. B. medizinische Geräte oder Arbeitsplatzcomputer. Mit entsprechender Dringlichkeit sollte dann die Anfrage auch gestellt werden.

Auch ein Blick auf die Straße kann über das Ausmaß eines Stromausfalls Aufschluss geben. Sollte die ganze Straße verdunkelt sein, dann kann auch der Energieversorger verständigt werden. Im Zweifelsfall kann auch bei der Feuerwehr erfragt werden, ob Ursachen für einen regionalen Ausfall vorliegen, besonders bei stürmischem Wetter oder nach einem heftigen Schneeeinbruch. In diesem Fall vergehen meist mehrere Stunden, bis die Stromversorgung wieder funktioniert.

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Die Vorkehrungen

Zu den wichtigsten Vorkehrungen gegen einen Stromausfall gehören:

  • Erreichbarkeit
  • Wartung und Prüfen
  • Brandschutz
  • Vorhalten von Taschenlampen

Zu den wichtigsten Vorkehrungen zählt die Erreichbarkeit. Ein Handy mit ausreichender Akkulaufzeit sollte immer zur Verfügung stehen. Denn bei einem überraschenden Stromausfall ist dies der einzige Weg, um die Verbindung nach außen aufrechtzuerhalten. Außerdem sollten auf diesem Gerät die Nummern des Notdienstes, der Feuerwehr und die Notrufnummer des Anbieters gespeichert sein. Auch ein Radio, das mit Akkus oder Batterien betrieben wird, kann hilfreich sein. Bei einem regionalen Stromausfall machen lokale Radiostationen aufmerksam und berichten über den Stand der Dinge.

Auch das Ausmustern veralteter Elektrogeräte und die Überprüfung von Sicherungen können hilfreich sein. Ein Blick auf den Stromzähler kann ebenfalls Aufschluss über die Stromversorgung im Gebäude bieten. Auch der aufmerksame Blick auf spröde oder rissige Kabel und Leitungen kann dazu beitragen, einen lokalen Stromausfall zu vermeiden. Besonders, wer in ein älteres Gebäude zieht oder dort schon einige Zeit wohnt, sollte sich vom Zustand offener Kabel und Leitungen überzeugen.

Da Stromausfälle auch von überhitzten Leitungen verursacht werden können, stellen sie auch ein Brandrisiko dar. Deshalb sollte in jeder Wohnung und jedem Haus ein geprüfter Feuerlöscher stehen, damit im Brandfall nicht bis zum Eintreffen der Feuerwehr gewartet werden muss, sondern erste Maßnahmen direkt an einem Brandherd durchgeführt werden können, solange das noch möglich ist.

Weitere sinnvolle Maßnahme sind die Aufbewahrung einer oder mehrerer Taschenlampen und Kerzen. Aber bitte auch dafür sorgen, das ein Feuerzeug oder Streichhölzer griff bereit sind, wenn Kerzen zum Einsatz kommen. Denn wenn sich der Hauptschalter im Keller befindet, dann sind diese zur Orientierung wichtig. Wenn es Geräte im Haus gibt, die auch bei einem längeren Stromausfall unverzichtbar sind, sollte über eine Notstromversorgung nachgedacht werden. Lokal lässt sich das bereits mit Akkus bewerkstelligen. Im Zweifelsfall kann auch hier ein Elektriker zurate gezogen werden.

In größeren Gebäuden und Anlagen müssen noch umfangreichere Vorkehrungen getroffen werden, die aber meist nur in Zusammenarbeit mit Fachleuten und unter Einbeziehung von Sicherheitsvorschriften durchgeführt werden können.

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